Reiseberichte

An Alle, die unser Projekt organisatorisch, materiell-finanziell und auch mit Zuspruch unterstützen. Vom 12. bis 25. Oktober waren wir wieder unterwegs, um unser Engagement in Huaraz/Peru fortzusetzen. Die Reisevorbereitungen waren diesmal mit unerwarteten Problemen bei der Beschaffung der offiziellen Zollpapiere in der Regionalregierung Ancash überschattet. Das hat unseren Freunden vor Ort, aber auch uns einiges an Zeit, Kraft und Nerven gekostet. Noch wenige Tage vor Abflug stand alles auf der Kippe. Ohne diese Papiere wäre ein Passieren der Flughafenkontrolle mit unserem sehr speziellen Gepäck sehr wahrscheinlich gescheitert. Warum eine zuständige Behörde ablehnt, wozu sie da ist, wird uns ein Rätsel bleiben. Zwischenzeitlich hat sich Christa mit ihren Erfahrungen mit eingebracht und versucht einen Weg als Spendenübergabe an das Hospital in Huaraz zu finden. Da wir dafür das peruanische Konsulat in Berlin mit ins Boot holen mussten, hat Antje neben ihrem vollgepackten täglichen Job diverse Male mit Mitarbeitern der Botschaft/Konsulat telefoniert.Plötzlich…
12. Reise eines medizinischen Teams nach Cajamarca und Huaraz/ Peru Für alle, welche uns unterstützen, sich für uns interessieren, unser Projekt nun schon seit vielen Jahren begleiten. Wie 2014 in Peru verabredet und versprochen, haben wir uns Ende Mai für drei Wochen wieder auf den Weg gemacht. Dass die Vorbereitungen in den Monaten davor einiges an Zeit und Kraft kosten, wissen wir und gehört dazu. Aber dieses Mal waren diese doch holpriger und beschwerlicher als sonst. In Peru war es der wochenlange unermüdliche Kampf von Christa Stark mit allen Behörden und Entscheidungsträgern, um Verträge mit dem Hospital Regional in Cajamarca, eine temporäre Berufsausübungsgenehmigung für jeden einzelnen von uns, Einfuhrerlaubnis für unsere Materialien und Geräte u.s.w. zu erlangen. Was für uns hier in Deutschland neu war, wir wollten endlich mal ohne mulmiges Gefühl und mit allen geforderten Zollformalitäten, - papieren reisen. Also stürzten wir uns in dieses neue Abenteuer und sammelten…
August 2014 11. Reise des MKG-chirurgischen OP-Teams nach Peru Es ist wie nun schon so oft - alles ist schon wieder vorüber, unglaublich schnell, ein Feuerwerk an Erlebtem und Eindrücken. In einem Reisebericht das alles komprimiert darzulegen, ist schwer. Was möchte man mitteilen, welches Resümee steht am Schluss Mir hilft es, die vielen Fotos durchzusehen. Schon laufen kleine Filme in meinem Kopf, Gesagtes in Spanisch und Deutsch, die peruanische Geräuschkulisse in den Städten und die unglaubliche Stille in den Bergen. Um es schon etwas vorweg zu nehmen: Was wir uns vorher erhofft haben, ist eingetreten. Wir haben in der uns zur Verfügung stehenden Zeit viele Patienten mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalten operiert und betreut, hatten keine gravierenden Zwischenfälle und haben so weit möglich, die Zusammenarbeit mit peruanischen Kollegen weiterentwickelt. Und, nicht ganz unwichtig und immer auch eine Sorge unserer Angehörigen, wir sind gesund und unbeschadet zurückgekehrt. Wir konzentrieren uns weiterhin auf die beiden…
Anlässlich seiner Hospitationsreise nach Deutschland führte Frau Judy de Langer aus Berlin ein Interview mit unserem Projekt-Partner Dr. dent. Cesar Vivar Miranda aus Huaraz-Ancash / Peru.Frau Langer ist gebürtige Peruanerin und besuchte zusammen mit Cesar die Schule in Caraz. Gemeinsam verbindet uns seit vielen Jahren eine Freundschaft. Diese Freundschaft ermöglichte viele gemeinsame Projekte in Ancash, der Region in der Cesar und Judy fest verwurzelt sind. Nur durch diese Kontakte war auch die Arbeit unseres MKG-Teams in Huaraz möglich. Im Rahmen der Zusammenarbeit mit Cesar Vivar und der Peruhilfe des DRK-Kreisverbandes Segeberg war er unser Gast vom 20.Juli bis20. September 2014.Cesar du warst zwei Monate lang in Deutschland. Welche Erlebnisse und Erfahrungen nimmst du mit nach Peru?Es waren zwei unglaubliche, schöne Monate in meinem Leben, es ist alles wie in einem Traum, aus dem ich nicht aufwachen möchte. Ich habe unglaublich viel erlebt. Die Möglichkeit viele Städte kennen zu lernen, vor…
„2012“ haben wir zu unseren Patienten oder ihren Eltern sowie unseren Mitstreitern in Peru gesagt, als wir vor unserer Abreise im November 2010 gefragt wurden, wann wir denn wiederkommen werden. Es ist soweit. Kontakte nach Peru wurden schon vor Monaten aufgenommen, Termine festgelegt, das Team bildet sich. Im September geht‘s wieder los. Was wird uns diesmal erwarten? Wir hoffen natürlich, dass uns viele Patienten erreichen, dass wir viele auch wiedersehen, um ausstehende Operationen entsprechend unseres verabredeten Planes durchzuführen. Aber werden wir auch erreichen, dass sich mehr peruanische Ärzte und Schwestern in unsere Kampagnen mit einbringen? 2010 war sowohl in Cajamarca als auch in Huaraz eine erste Zusammenarbeit mit plastischen Chirurgen sehr vielversprechend. Aber nicht nur das Operieren, sondern auch in den Bereichen Anästhesie und pflegerische Nachsorge wünschen wir uns viel mehr gemeinsames Arbeiten. Dabei wollen wir nicht als Lehrmeister auftreten, sondern wirklich gemeinsame OP-Kampagnen realisieren - uns gegenseitig weiterbringen, bis…
In La Merced, finden einige Leute aus dem Aerzteteam, sind die Menschen freundlicher, gelassener und zufriedener als in Huaraz. Auf jeden Fall aber ist es hier, in den Tropen, deutlich heißer. Die Berge sind grün, dichter Regenwald hält die kleine Stadt umklammert. Am Tag der Patientenaufnahme ist der Innenhof des hiesigen Hospitals gefüllt von Müttern, Großmüttern und ihren Kindern und Enkelkindern. Eine Mitarbeiterin der Indianerhilfe betreut Indio-Frauen, die mit schüchtern-stoischen Gesichtsausdrücken auf den Bänken Platz genommen haben und geduldig auf die Aufnahme ihrer Kinder warten. Diese findet in einem kleinen Raum im Erdgeschoss statt, in dem ein großer Ventilator die stehende heiße Luft durcheinanderwirbelt und einen Anschein von Frische erzeugt. Die Templiner Zahnärztin Dr. Anke Weitermann führt Protokoll, die Operateure des Teams, mit einer Taschenlampe und Spatel ausgerüstet, stellen die Diagnose und legen fest welche Operation angezeigt ist. Tränen fließen, als einer Frau gesagt wird, ihr Kind könne noch nicht…
Reisebericht 2010Von Anfang Oktober bis Anfang November waren wir wieder in Peru unterwegs, um unsere Hilfe dort fortzusetzen. Viele haben uns unterstützt, waren von hier in Gedanken mit dabei. Ein uns begleitendes Journalistenteam hat während unserer Reise Etappenberichte nach Deutschland gesandt, welche als Zeitungsartikel erschienen sind. Viele konnten somit unseren „Alltag“ dort mit verfolgen. Wir waren nicht nur „dann mal weg“. Dennoch fehlen ein paar Gedanken und Nachsätze aus unserer Sicht. Unser Team hat sich diesmal nur geringfügig verändert.Mit dabei waren: Daniela SarcinelliKrankenschwester aus Rostock Annekatrin PöhlZahnärztin/Kieferorthopädin aus Templin Astrid SpeeMKG - Chirurgin aus Rostock Anke WeitermannZahnärztin aus Templin Anke GötzeIntensivmedizinschwester aus Bad Bramstedt Hartmut GötzeTechniker aus Bad Bramstedt Manja HerbellAnästhesistin aus Eberswalde Olivia BrillOP-Schwester aus Groß Schönebeck/ Templin Antje DantzerAnästhesistin aus Berlin Katja BeusterAnästhesieschwester aus Eberswalde Heike SchillingAnästhesistin aus Templin Sven PetersenZahntechniker aus Schorssow bei Teterow Andreas PöhlMKG - Chirurg aus Templin Werner Weißnicht direkt im OP-Team, aber unser…
Von Matthias BruckEs gibt Momente im Berufsleben von Ärzten, in denen mehr als ärztliche und operative Kunst gefragt ist. Am Dienstag, dem 19. November erlebte das Team einen solchen. Das Ärzteteam, das gerade seine OP-Kampagne in Cajamarca beendet hatte - hier konnte fast 40 Patienten geholfen werden - bezog die OP-Säle im örtlichen Krankenhaus von Huaraz. Diese Andenstadt, ebenfalls mitten in den Anden auf einer Höhe von über 3000 Metern gelegen, haben die deutschen Ärzte im vergangenen Jahr zum ersten mal angesteuert. Unter den Patienten, die dicht gedrängt im mit dunkelblauer Farbe getünchten Flur des Krankenhauses auf die Vorstellung bei den Ärzten warteten, befand sich eine Frau mit einem Baby, das erst wenige Wochen alt ist. "Es war eine tragische Geschichte, die sie uns erzählte", berichtete Pöhl nach dem Patientengespräch. "Kurz nachdem das Kind geboren war, starb ihr Mann. Sie war völlig verzweifelt und weinte während sie uns das erzählte.…
Cajamarca / Templin. Von Matthias Bruck Der neunjährige Wilder Julca Delgado ist trotz seines kindlichen Alters ein alter Bekannter des deutschen OP-Teams. Sie begegneten ihm zum ersten Mal im Jahr 2002 im peruanischen Cajamarca. Damals konnte der Anderthalbjährige gerade laufen. "Seine Mutter kam mit ihm zu uns. Er hatte eine ausgeprägte doppelseitige Lippen-Kiefer-Gaumenspalte. Wir konnten ihn damals nicht operieren, weil der Junge so stark erkältet war, dass eine OP lebensgefährlich gewesen wäre", berichtet Pöhl. Die Mutter hatte damals sehr geweint. Der später durch einen anderen Operateur vorgenommene Lippenverschluss endete in einem katastrophalen ästhetischen Ergebnis. Bei späteren Aufenthalten wurde erst schrittweise der Gaumen des Jungen verschlossen. Jetzt war endlich Gelegenheit die Lippe zu korrigieren. Wilder wurde im Hospital Limatambo operiert. Zwei Stunden dauerte die OP. Sie ist die erste der diesjährigen vierwöchigen OP-Kampagne, zu der Andreas Pöhl gemeinsam mit einem elfköpfigen Ärzte- und Schwesternteam nach Peru aufgebrochen waren. Seit 15 Jahren…
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