Das Team 2010

Reisebericht 2010
Von Anfang Oktober bis Anfang November waren wir wieder in Peru unterwegs, um unsere Hilfe dort fortzusetzen. Viele haben uns unterstützt, waren von hier in Gedanken mit dabei. Ein uns begleitendes Journalistenteam hat während unserer Reise Etappenberichte nach Deutschland gesandt, welche als Zeitungsartikel erschienen sind. Viele konnten somit unseren „Alltag“ dort mit verfolgen. Wir waren nicht nur „dann mal weg“.

Dennoch fehlen ein paar Gedanken und Nachsätze aus unserer Sicht. Unser Team hat sich diesmal nur geringfügig verändert.
Mit dabei waren:

  • Daniela Sarcinelli
    Krankenschwester aus Rostock
  • Annekatrin Pöhl
    Zahnärztin/Kieferorthopädin aus Templin
  • Astrid Spee
    MKG - Chirurgin aus Rostock
  • Anke Weitermann
    Zahnärztin aus Templin
  • Anke Götze
    Intensivmedizinschwester aus Bad Bramstedt
  • Hartmut Götze
    Techniker aus Bad Bramstedt
  • Manja Herbell
    Anästhesistin aus Eberswalde
  • Olivia Brill
    OP-Schwester aus Groß Schönebeck/ Templin
  • Antje Dantzer
    Anästhesistin aus Berlin
  • Katja Beuster
    Anästhesieschwester aus Eberswalde
  • Heike Schilling
    Anästhesistin aus Templin
  • Sven Petersen
    Zahntechniker aus Schorssow bei Teterow
  • Andreas Pöhl
    MKG - Chirurg aus Templin
  • Werner Weiß
    nicht direkt im OP-Team, aber unser Bindeglied zum DRK und peruanischen Konsulat,
    also ganz wichtig bei der Vorbereitung.

Mit Recht können wir sagen, dass wir ein sehr harmonisches, gut aufeinander eingestelltes und damit sehr effektiv arbeitendes Team waren. Es muss einfach auch zwischenmenschlich stimmen, um mit freiem Kopf sich dem zu widmen, wofür wir uns auf den Weg gemacht haben.

Eigentlich sind wir in jeder peruanischen Stadt aber immer ein deutsch/ peruanisches Team. Ohne Helfer und Kollegen vor Ort würde unsere Aktion nicht funktionieren. Sie übernehmen lange vor unserem Eintreffen die nötigen Vorbereitungen, sie unterstützen uns aktiv während der Kampagnen, sei es im Krankenhaus, mit im OP-Saal, in den Consultorios (Ambulanzen), auf Station und sie besorgen die vielen tausend Dinge, die wie einzelne Puzzelteile einfach da sein müssen, damit alles reibungslos läuft.
Die folgenden namentliche Nennungen sollen unseren Dank für alle Helfer ausdrücken, die uns in diesem Jahr unterstützt haben.

Cajamarca:

Hier ist natürlich Christa Stark de Dias (siehe Foto links) die treibende Kraft, die mit ihren Mitstreitern ihres Sozialprojektes unser Wirken dort ermöglicht. Desweitern unterstützten uns ihr Mann Santiago, das Personal des Hospitals Limatambo sowie Oscar Julcamoro, plastischer Chirurg, der mit uns seine Arbeit in Cajamarca aufgenommen hat. Ich hoffe sehr, dass er sich dort etabliert und vielleicht auch mit unserer Unterstützung die Versorgung der Patienten mit Lippen- Kiefer- Gaumenspalten dort übernehmen kann.

Huaraz:

Cesar Vivar, holte uns ursprünglich nach Huaraz als weitere Station und ist zusammen mit der Zahnärztin Tania Castillo und dem Rotaryclub von Huaraz der Motor der Kampagne dort. Auch Rafael Pais - Anästhesist, stand uns wieder bei der Lösung aller Probleme im Hospital tatkräftig zur Seite, indem er z. B. einen Techniker fand, der unseren (mal wieder) defekten Überwachungsmonitor reparieren konnte. Mario Villakaki - plastischer Chirurg, hospitierte bereits 2009 kurzzeitig und brachte sich dieses Mal noch interessierter ein. Auch hier hoffen wir sehr, dass eine Entwicklung begonnen hat, die einmal in das selbständige Operieren von Patienten mit Lippen- Kiefer- Gaumenspalten mündet.

La Merced:

Leider hat hier die Hospitalführung gewechselt. Dennoch wurde die Vorbereitung und Begleitung durch die leitende Hebamme Esther Acuna und die Assistenta social Dina wie gewohnt zuverlässig und aufmerksam durchgeführt. Natürlich gilt auch hier unser Dank dem Personal des OP-Saals und der Krankenstationen, insbesondere dem dortigen leitenden Kinderarzt.

Lima:

Lima ist für uns nicht nur Zwischenstation für unsere Reisen ins Land. Hier befindet sich auch die Niederlassung des Deutschen Roten Kreuzes in Südamerika. Insbesondere der DRK Mitarbeiter Norbert Haase und seine peruanische Frau Shirley stehen uns immer zur Seite, wenn logistische Probleme zu lösen sind. Eine große Erleichterung für unseren Gepäcktransport ist das erneut zur Verfügung gestellte Auto. Hartmut Götze hat damit tausende Kilometer zurückgelegt und unsere Materialien sicher von Ort zu Ort gebracht. Mit dem Erreichten können wir zufrieden sein, auch wenn uns in La Merced deutlich weniger Patienten erreichten, als erwartet. Vielleicht hat die Information über unser Kommen nicht alle Regionen erreicht. Auch waren einige der Kinder kurz vorher an Windpocken erkrankt und konnten nicht operiert werden. Insgesamt haben wir 83 Operationen durchführen können, viele davon mehrstündige Eingriffe. Unser starkes Anästhesieteam hat es uns ermöglicht, Operationen bei Patienten in einem Alter von gerade mal einem Monat bis zu 78 Jahre sicher durchzuführen. Für uns sehr wichtig ist, dass sich in Cajamarca und in Huaraz ein vielversprechender Kontakt zu Kollegen ergeben hat, die sowohl fachliche Voraussetzungen mitbringen, als auch sozial engagiert sind. Wir werden uns bemühen hier eine Weiterentwicklung voranzutreiben und zu unterstützen, wo wir können.

Nach Vermittlung des DRK in Lima und der Deutschen Botschaft haben wir uns in Lima mit einem peruanischen OP-Team getroffen, das ähnlich wie wir schon seit Jahren OP-Kampagnen in verschiedenen Regionen Perus durchführt. Wir haben uns vorgenommen enger zusammen zu arbeiten. Vielleicht auch mal Personal, vor allem aber Erfahrungen auszutauschen. Eine spannende Geschichte, die eigentlich nur gut sein kann, zum Wohle unserer peruanischen Patienten mit dieser so gravierenden Fehlbildung des Gesichtes. Im Namen des ganzen OP-Teams für Peru
Dr. Andreas Pöhl